Schön, daß Sie noch dabei sind. Wir sind nun in Menden angekommen, dem, den schriftlichen Aufzeichnungen nach, ältesten aller Mülheimer Stadtteile. Über Menden finden sich schon um 811 Spuren in den Büchern des Klosters Werden. Hier wurde der Kauf von Ackerland in dem Ort „Menethinna“ durch die Abtei Werden schriftlich belegt. Die Ortsbezeichnung ist wohl keltischen Ursprungs und kann als „An der Mündung des Baches“ gedeutet werden. Drei Bäche, Lohbach, Forstbach oder Rossenbeck, könnten hier bei der Namensgebung Pate gestanden haben. Der Lohbach ist ein relativ kurzer Bach, entspringt im Witthausbusch und fließt auf der westlichen Grenzen zu Holthausen, in der Nähe der Mendener Brücke, in die Ruhr. Die Rossenbeck emtspring im Grenzbereich von Raadt und Kettwig. Sie bildet nach Osten die natürliche Grenze zwischen Menden und Ickten, die Mündung in den Fluss befindet sich nicht unweit von der Mündung des dritten Baches, dem Forstbach. Am wahrscheinlichsten ist, dass dieser Bach bestimmend für die Namensgebung war. Er entspringt nahe des Flughafens, durchquert den Stadtteil auf einer Länge von ca. 3 km und mündet beim Haus Jugendgroschen in die Ruhr. Wie Holthausen, gehörte Menden ab Mitte des 19.Jahrhunderts zur Landbürgermeisterei Mülheim und ab 1878 zur Bürgermeisterei Heißen. Seit dem 01.04.1910 bildeten Menden und Raadt eine eigene Bürgermeisterei und wurden dem Landkreis Essen zugeordnet. Der Landwirt Ferdinand Roßkothen war der erste und letzte Bürgermeister. Der Sitz der Bürgermeisterei war zunächst im Haus des Schreiners Wilhelm Kammann, Widmühlenstraße 31, in Raadt. Im Juni 1917 wurde das Bürgermeisteramt zur Bergerstraße 11 in Menden verlegt. Am 01.07.1920 erfolgte die Eingemeindung zur Stadt Mülheim. Nach wie vor ist Menden dünn besiedelt und von der Landwirtschaft geprägt. Die stärkste Besiedelung finden wir am Steinknappen und seinen Nebenstraßen und an der Mendener Straße, ab Steinknappen Stadteinwärts. Viele alte Höfe liegen zwischen den Feldern verstreut. Doch hat auch dieser Stadtteil einiges Interessantes zu bieten. Schauen Sie mal.

(Quellen: Wikipedia, Hompage Mülheim an der Ruhr, Jahrbuch Mülheim an der Ruhr 1973: Franz-Rolf Krapp, Zwischen Ruhr und Rumbach – Stadtteil Menden-Holthausen, Andreas ten Brink: Menden in Mülheim an der Ruhr 1200 Jahre Geschickte)